Konzert von Madam Schascha in Bremen am 25.03 um 20.00 Uhr

MADAM SCHASCHA

„Lieder der russischen Strasse“

russischer Chansonabend mit bekannten Liedern unbekannter Autoren

Natascha Bondar (Rußland) – Gesang, Gitarre, Texte

Michal Florczyk (Polen) – Sologitarre

Sigrun Paschke (Südafrika) – Akkordeon

 

Die vielfältige Regisseurin, Schauspielerin und Sängerin Natascha Bondar, Gewinnerin des musikalischen Wettbewerbs namens Andrej Mironow in Moskau und des Festivals der Liedermacher “Zu tumanom” in Tschechien, bleibt trotz der hohen schauspielerischen Wandelbarkeit immer sich selber treu und nimmt einen festen Platz unter den heutigen russischsprachigen Dichtern und Songschreibern ein.

Michal Florczyk, Sologitarrist aus Polen begleitet sie mit spannungs- und phantasievollen Soli seit der Bandgründung. Sigrun Paschke, die besser unter dem Künstlernamen „Ster“ bekannt ist, spielt Akkordeon aus voller Seele, mit unbändigem südafrikanischen Temperament und bereichert das musikalische Gefüge der Band.

„MADAM SCHASCHA“ ist unterwegs durch die russische Musikgeschichte von den wilden 20-ger Jahren bis in die heutige Zeit. Dabei bleiben sie nicht auf den eingetrettenen Pfaden, sondern beschreiten mit bekannten Liedern unbekannter Autoren neue musikalische Wege.

Jedes Lied erzählt eine eigene spannende Geschichte und jedes hat ein anderes Gesicht: ein Kind, welches mit seiner Mutter auf der Straße für Kleingeld singt, Jungs, die im Garten vom Nachbar Kirschen klauen, 14 Matrosen, die in Kapstadt nicht mehr an Bord kamen, zwei Gefangene, die aus dem Lager im Zug entkommen. Nataschas schauspielerische Darstellung, ihre tiefe, raue Stimme und die Arrangements ihrer feinfühligen Musiker lassen Bilderwelten im Stil des „Theaters Lieder und Worte“ aufleben.

Kommen Sie mit, wenn es heißt, dass bei Onkel Wanja die Kirschen reif sind, die Anarchisten mit dem Tod kämpfen und ein Ausbruch aus dem GULAG gelingt. Und geniessen Sie am Ende die Poesie und die Schönheit der eigenen Texte von Natascha Bondar, wenn sie um einen alten Bahnhof trauert, ein Treppchen ins Paradies baut oder mit dem Menschlein die Reise zu sich selbst beschreitet.

 

Wenn man eine alte Frau im sibirischen Dorf fragt, wie sie singt, sagt sie: „Ich kenne keine Noten, ich singe, wie meine Seele es fühlt.“ Die Musiker haben diese Tradition in ihren Spielstil aufgenommen und spielen frei nach ihrem Gefühl und ohne feste Notation ihres Parts. Die Virtuosität ihres Feingefühls für einander erschafft dabei Musik, die in jedem einzelnen Moment lebendig ist. Jeder Musiker hat auf seinem Instrument während der Probezeit den eigenen Weg der Interpretation gefunden. Doch sie alle kommen zusammen in der gemeinsam entwickelten Komposition der Lieder, wie die Wege an einer Kreuzung.

 

Die Zuschauer werden dabei immer auf eine Reise quer durch Rußland entführt. Sie gastieren in den anarchistischen Kreisen der Zwanziger Jahre, singen und tanzen mit den Zigeunern am Feuer und trauern am Schwarzen Meer mit dem verliebten Engel. Wer schon immer davon geträumt hat in einer Stunde Rußland zu bereisen, für den ist «Madam Schascha» genau das Richtige.

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